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Indikationen für physiotherapeutische Maßnahmen

Folgende Indikationen bieten sich dem Arzt, der Pflege und dem Physiotherapeuten die Physikalische Therapie, heute Physiotherapie, in seinen palliativen Therapieplan einzubauen:

1. Vorbereitung des Patienten auf medikamentöse, operative Bestrahlungstherapien oder andere Maßnahmen durch die Physiotherapie (Pneumonieprophylaxen, Stoffwechsel- und Kreislauftraining, Atrophie- und Kontrakturprophylaxe)

2. Begleitung der laufenden medikamentösen oder anderen Therapien, einschließlich der Behandlung von primären oder sekundären Nebenwirkungen (Prophylaxen, detonisierende Massagen, Kolonmassagen, Lymphdrainagen, Krankengymnastik, Elektrotherapie, Hydrotherapie, Kryotherapie je nach Symptomatik)

3. Primärer Einsatz von Physiotherapie zur Behandlung von Schmerzsymptomatiken (Muskel- und Gelenkschmerz), Dyspnoe, Obstipation, Ödemen, Parästhesien u. v. m.

4. Einsatz von Physiotherapie nach der medikamentösen Therapie zur Regeneration des Patienten, bzw. unterstützend für den Transfer in den ambulanten, häuslichen Bereich (Hilfsmittelversorgung, Anlernen der Angehörigen im Umgang (Handling) des Patienten, Organisation der ambulanten Weiterbehandlung durch selbstständige Kollegen auch in Form von Hausbesuchen)

5. Unterstützender und prophylaktischer Einsatz der Physiotherapie über den gesamten ärztlichen und pflegerischen Therapiezeitraum (1.– 4.)