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FAQ

Was verbirgt sich hinter Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V. ?

Was ist die Deutsche Hospiz Stiftung?

Was bedeutet Hospiz?

Was bedeutet stationäres Hospiz?

Was ist ein Tageshospiz?

Was versteht man unter ambulanter Behandlung/Betreuung?

Was bedeutet Home Care?

Was bedeutet das „palliativ“?

Was bedeutet „Palliative Care“?

Was ist Palliativmedizin?

Was ist eine Palliativstation?

Was bedeutet „Therapie“?

Was ist Palliativtherapie?

Was bedeutet „palliative Situation“?

Was bedeutet „Tumorerkrankung“?

Was bedeutet „Supportivtherapie“?

Was ist eine Chemotherapie?

Was ist die adjuvante Schmerztherapie?

Was ist der Ceiling-Effekt?

Was ist eine Indikation?

Was ist eine Injektion?

Was sind Neuropathische Schmerzen?

Was bedeutet „Opioide, opioidhaltig“?

Was sind Opioidrezeptoren?

Was sind Zytostatika?

Was ist die Terminalphase?

Was versteht man unter „Sterbephase“ (Finalphase)?



Was verbirgt sich hinter Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e. V. ?
Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV) wurde 1992 als Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V., als gemeinnütziger Verein für die bundesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung in Deutschland, gegründet. Gründungsmitglieder waren engagierte Ehrenamtliche sowie Vertreter bestehender örtlicher Hospizvereine und stationärer Hospize. 13 Personen aus allen Bundesländern, die ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, bilden den Vorstand des DHPV (Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Leiter von stationären Hospizen und von Trauerkontaktstellen, Vorsitzende ambulanter Hospizdienste und Landesarbeitsgemeinschaften). Mitglieder des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) sind ambulante, teilstationäre und stationäre Hospize sowie Palliativstationen, dies zum größten Teil über die 16 Landesarbeitsgemeinschaften Hospiz bzw. Hospizverbände. Auch überregionale Organisationen wie die Deutsche Aids-Hilfe, die Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand (IGSL Hospiz), der Malteser Hilfsdienst und Omega - Mit dem Sterben leben e. V. sind Mitglieder des DHPV. Kooperiert wird u. a. mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.
Was verbirgt sich hinter Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP)?
Die DGP wurde 1994 mit dem Ziel gegründet, die Palliativmedizin in Deutschland zu etablieren. Sie versteht sich als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft sowie als Gesellschaft für alle Interessierten in palliativmedizinisch tätigen Berufsgruppen. Schwerpunkte des Engagements der DGP sind die Aus-, Fort- und Weiterbildung, die Förderung palliativmedizinischer Forschung, die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen sowie die Konzeption und Entwicklung palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen im ambulanten und stationären Sektor. Vor allem gilt es, Fachwissen in Palliativmedizin bei allen beteiligten Berufsgruppen zu entwickeln und die Finanzierung palliativmedizinischer Angebote gesundheitspolitisch zu fördern.

Was ist die Deutsche Hospiz Stiftung?
Gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts, die seit 1996 die Hospizarbeit unterstützt. Sie ist bestrebt, den Hospizgedanken zu verbreiten (Öffentlichkeitsarbeit) und zu fördern.

Was bedeutet Hospiz?
Aus dem Lateinischen hospitium: Gastfreundschaft, Gast. Im Mittelalter wurden die Hospize bekannt, für Pilger an gefährlichen Wegpassagen (z. B. an Alpenübergängen). Um 1900 eröffneten die Sisters of Charity in Dublin und London Hospize für arme chronisch Kranke und Sterbende. Im Hospiz St. Joseph, London, arbeitete nach dem 2. Weltkrieg eine englische Sozialarbeiterin, Krankenschwester und Ärztin, Dr. Cicely Saunders. Sie kombinierte die dort praktizierte christliche Fürsorge mit den Erkenntnissen der modernen Medizin, insbesondere der Schmerzforschung, und eröffnete 1967 das St. Christopher’s Hospice mit dem von ihr geprägten neuen Hospizkonzept (siehe Hospizarbeit, Hospizbetreuung), um umfassend auf die speziellen Bedürfnisse Schwerkranker und Sterbender eingehen zu können (siehe auch Tageshospiz).

Was bedeutet stationäres Hospiz?
In Deutschland ist ein stationäres Hospiz eine vom Krankenhaus oder Seniorenheim unabhängige Pflegeeinrichtung, in der Schwerstkranke mit absehbarem Lebensende betreut werden. Wenn ein Sterbender nicht zu Hause gepflegt werden kann und keine Behandlung im Krankenhaus oder auf einer Palliativstation benötigt, bietet das stationäre Hospiz Geborgenheit und kompetente Betreuung.

Was ist ein Tageshospiz?
Manche Hospizgruppen oder stationären Hospize bieten ein Tageshospiz an: An einem oder mehreren Tagen in der Woche können Betroffene in einer Tagesstätte zusammenkommen. Sie erhalten dort zum einen konkrete Hilfen (z. B. palliativmedizinische Beratung), zum anderen geht es aber auch darum, trotz Krankheit einen angenehmen Tag zu verbringen. Ziel ist es, für die Betroffenen Tage zu schaffen, auf die sie sich freuen können. Für die Angehörigen bedeuten diese Tage (pflege-) freie Zeit, in der sie sich erholen und Kraft schöpfen können.

Was versteht man unter ambulanter Behandlung/Betreuung?
Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht erforderlich; der Patient sucht einen Arzt in einer Praxis oder Klinikambulanz auf oder Patienten werden dort betreut und behandelt, wo sie wohnen.

Was bedeutet Home Care?
Englischer Begriff für Betreuung zu Hause. Im Deutschen wird er oft im gleichen Sinn verwendet. Allerdings werden mit diesem Begriff verschiedene häusliche Versorgungselemente beschrieben, z. B. „Home Care Berlin“ mit palliativ-medizinisch tätigen Ärzten im ambulanten Bereich. Aber auch Firmen verwenden den Begriff etwa für Ernährungs- und Infusionsprogramme für die häusliche Versorgung.
 
Was bedeutet „palliativ“?
Das Wort „palliativ“ leitet sich ab vom lateinischen pallium: der Mantel bzw. von palliare: mit dem Mantel bedecken.

Was bedeutet „Palliative Care“?
Englischer Begriff für die palliativmedizinische Betreuung.

Was ist Palliativmedizin?
Die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten, deren Erkrankung nicht mehr geheilt werden kann. Palliativmedizinische Betreuung soll körperliche Beschwerden verringern, aber ebenso psychische, soziale und spirituelle Probleme angehen. Hauptziel ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Betroffenen und ihre Angehörigen (auch über die Sterbephase hinaus).

Was ist eine Palliativstation?
Die Palliativstation ist eine Abteilung in oder an einem Krankenhaus. Sie ist spezialisiert auf die Behandlung, Betreuung und Begleitung von Kranken, die palliativmedizinisch betreut werden müssen. Charakteristisch für die Palliativstation ist das multiprofessionelle Team. Auf der Palliativstation können medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Probleme wechselnde Priorität haben. Deshalb sind Kommunikation und Zusammenarbeit aller Berufsgruppen von besonderer Bedeutung. Die Palliativstation arbeitet vernetzt mit medizinischen Zentren, Krankenhausabteilungen, Hausärzten, ambulanten Pflege- und Hospizdiensten, stationären Hospizen und anderen geeigneten Einrichtungen. Ziel ist es, krankheits- und therapiebedingte Beschwerden zu lindern und – wenn möglich – die Krankheits- und Betreuungssituation des Betroffenen so zu stabilisieren, dass er wieder entlassen werden kann.

Was bedeutet „Therapie“?
Kranken-, Heilbehandlung, Symptombehandlung.

Was ist Palliativtherapie?
Behandlungen, die das Leben verlängern können und die Lebensqualität verbessern sollen, wenn keine heilende (kurative) Therapie mehr möglich ist. In der Onkologie werden hierbei vor allem tumorspezifische Behandlungen (Chemotherapie, Strahlentherapie, Hormontherapie, Operation) eingesetzt.

Was bedeutet „palliative Situation“?
Die vorliegende Krankheit ist nicht heilbar. Die Krankheit kann durchaus in einem Frühstadium vorliegen und aktuell nicht lebensbedrohlich sein.

Was bedeutet „Tumorerkrankung“?
Wird als Synonym für Krebserkrankung benutzt.

Was bedeutet „Supportivtherapie“?
„Unterstützende“ Therapie, welche die Nebenwirkungen einer notwendigen Behandlung wie z. B. einer Chemo- oder Strahlentherapie mildert.

Was ist eine Chemotherapie?
Wachstumshemmung von Tumorzellen im Organismus durch Verwendung von chemischen Substanzen. Der Begriff steht meistens speziell für die zytostatische Chemotherapie, d. h. die Bekämpfung von Tumorzellen durch Verwendung zellteilungshemmender Medikamente (siehe auch Zytostatika).

Was ist die adjuvante Schmerztherapie?
Medikamente, die an sich keine Schmerzmittel sind, aber die Schmerzwahrnehmung verringern oder auf andere Weise Wirkung von Schmerzmedikamenten verstärken.

Was ist der Ceiling-Effekt?
Begrenzte analgetische Wirksamkeit bestimmter Schmerzmittel. Eine weitere Dosiserhöhung führt dann nicht mehr zu einer besseren Schmerzlinderung, sondern nur zu mehr Nebenwirkungen. Der Ceiling-Effekt erklärt, dass Schmerzmittel mit einer höheren analgetischen Potenz nicht unbedingt eine höhere analgetische Wirksamkeit haben.

Was ist eine Indikation?
Grund für eine medizinische Maßnahme (zum Beispiel Untersuchung, Operation, Arzneimittelverordnung).

Was ist eine Injektion?
Einspritzung von Arzneimitteln in den Körper, zum Beispiel unter die Haut (subkutan – s.c.) oder in eine Vene (intravenös – i.v.).

Was sind neuropathische Schmerzen?
Schmerzen, die nicht an Schmerzrezeptoren, sondern durch Veränderung der Nervenbahnen und ihrer Funktionen bedingt sind.

Was bedeutet „Opioide, opioidhaltig“?
Gruppe von Schmerzmitteln, die ihre schmerzlindernde Wirkung im Nervensystem über die Bindung an verschiedene Opioidrezeptoren entfalten. Die wichtigste Substanz ist Morphin.

Was sind Opioidrezeptoren?
Molekulare Strukturen an oder in Nachbarschaft zu Nerven, die sich für Opioide oder Endorphine wie ein Schloss für einen Schlüssel verhalten und bei deren Kontakt eine Schmerzhemmung bewirken.

Was sind Zytostatika?
Chemotherapie-Medikamente, die die Zellteilung und damit die Zellvermehrung verhindern.

Was ist die Terminalphase?
Die Terminalphase umfasst meist einige Wochen, manchmal Monate, in denen durch die Erkrankung trotz guter Schmerztherapie und Symptomkontrolle die Aktivität des Kranken zunehmend eingeschränkt wird.

Was versteht man unter „Sterbephase“ (Finalphase)?
Die Sterbephase umfasst die letzten Stunden oder Tage des Lebens.

Quelle: Die blauen Ratgeber (Nr. 57), Hrsg.: Deutsche Krebshilfe e. V., Ausgabe 3/2005