Leitgedanken der Palliativmedizin
- Wahrhaftigkeit in der Kommunikation
- Realistische Hoffnung und Respekt vor der Selbstbestimmung des Patienten
- Respekt vor der Würde des Menschen im Leben, im Sterben und danach
- Es ist nicht die Frage „Behandeln oder nicht behandeln?“, sondern „Welche Behandlung ist die angemessene für diesen Patienten?“
- Verzicht auf belastende, unnütze Therapiemaßnahmen
- Gute Palliativmedizin ist in der Regel antizipativ und seltener Form einer Krisenintervention
- Nicht der Schmerz, sondern der Mensch, der Schmerzen hat, muss behandelt werden
- Der Patient muss bei Fortschreiten der Erkrankung Verluste hinnehmen. Trotz des Verlusts der Integrität des Körpers erhalten der Integrität der Person
- Auseinandersetzung mit zunehmender Reduktion ehemals voller Lebensmöglichkeiten
- Nicht das Sterben, sondern die Qualität des verbleibenden Lebens steht im Mittelpunkt
- Nicht das medizinisch-technisch Machbare steht im Vordergrund, sondern das medizinisch-ethisch Vertretbare
- Hilfe zum Leben und Hoffnung für den Sterbenden
- Lernen durch Zuhören
- Niemals: Da ist nichts mehr zu machen, sondern immer: Da ist noch viel, das getan werden kann und getan werden muss
- Exzellente Symptomenkontrolle durch Selbstverpflichtung zur Erlangung der größtmöglichen fachlichen und sozialen Kompetenz
(Quelle: Klaschik, E.: Palliativmedizin Praxis. Leitfaden für die palliativmedizinische Alltagsarbeit. Pallia Med Verlag, 4. überarbeitete Auflage, 2008)