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Sterbende, die ihre letzten Lebenstage in ihrer gewohnten Umgebung verbringen möchten, bedürfen einer intensiven palliativmedizinischen Betreuung. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die adäquate Schmerztherapie bei Tumorpatienten dar. In der Hand von geschulten Mitarbeitern palliativmedizinischer Dienste und erfahrener Ärzte können jedoch auch im ambulanten Bereich Schmerzen in der Finalphase sicher und effektiv mit Opiaten behandelt werden. Diese Ansicht vertreten Wissenschaftler der Klinik für Anästhesiologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie, Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe Universität Witten/Herdecke, Berlin und einer Berliner Praxis für Anästhesiologie, Schmerztherapie, Palliativmedizin, auf der Basis von Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten retrospektiven Studie über die letzten Lebenstage von 601 durch den palliativärztlichen Dienst "Home Care Berlin" betreute Tumorpatienten. Die Auswertung aller gesammelten Daten ergab, dass durch eine Behandlung mit Opioiden bei über 80 Prozent der Tumorpatienten Schmerzfreiheit oder eine deutliche Schmerzlinderung erreicht werden konnte. Das Nebenwirkungsspektrum war insgesamt gering. Am häufigsten klagten Patienten mit transdermaler Opioidapplikation unter weiterhin bestehenden Schmerzen und unter Übelkeit. Völlige Schmerzfreiheit bei geringem Nebenwirkungsspektrum konnte vor allem durch eine subkutan verabreichte Opiat-Dauerinfusion erreicht werden. Eine Behandlung mit Morphinen war den Experten nach hierbei am effektivsten und auch am kostengünstigsten. "Allerdings erfordert der Umgang mit subkutanen oder intravenösen Applikationssystemen, wie z. B. PCA-Pumpen, versierte Pflegedienste und regelmäßige Hausbesuche palliativmedizinisch erfahrener Ärzte", so die Autoren.
Abstract aus Der Schmerz 2008, Vol. 22 (2), pp. 148-155
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