07.05.2008 - 25 Jahre Palliativmedizin in Deutschland
Vor 25 Jahren wurde an der Kölner Universitätsklinik für Chirurgie die erste Palliativstation Deutschlands eingerichtet. Sie wurde u. a. von der Deutschen Krebshilfe initiiert und gefördert. Diese ist es auch, die bis heute mit etwa 60 Millionen Euro den weiteren Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen in besonderem Maße unterstützt hat, aber auch dafür sorgte, dass Aus- und Weiterbildung vorangetrieben werden. "Wir sind stolz darauf, in diesem Jahr 25 Jahre Palliativmedizin nicht nur an unserer Klinik, sondern in Deutschland feiern zu können. Und Sterben nicht als Scheitern medizinischen Handels zu begreifen, sondern Sterbende als Patienten mit speziellen Bedürfnissen wahrzunehmen, das hat hier in Köln vor 25 Jahren bereits einen sichtbaren Platz eingenommen", so Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender der Universitätsklinik Köln. Aber trotz aller Feierlaune: Von einer flächendeckenden Umsetzung qualitätsgesicherter Palliativmedizin in Deutschland kann noch nicht gesprochen werden. Diese Ansicht vertritt auch Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Auch aus diesem Grunde wurde von der Krebshilfe im November 2004 ein Lehrstuhl für Palliativmedizin an der Universitätsklinik Köln eingerichtet. Hier können Ärzte umfassend und fachübergreifend im palliativmedizinischen Bereich ausgebildet werden. Aktuell fördert die Deutsche Krebshilfe auch noch eine weitere Stiftungsprofessur am Universitätsklinikum Göttingen. Dieses und die geplante Einrichtung von weiteren Lehrstühlen für Palliativmedizin sind Teil eines neuen Schwerpunktprogramms. "Die Palliativmedizin muss fester Bestandteil unseres Gesundheitswesens und der Versorgungsstrukturen werden", so Nettekoven anlässlich eines Symposiums mit dem Thema "25 Jahre Palliativmedizin in Köln - 25 Jahre Palliativmedizin in Deutschland", das in Köln stattfand.

Mitteilung der Deutschen Krebshilfe, April 2008 

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