03.12.2007 - Der "Clock-Drawing-Test" als Screeningmethode für Kognitionsstörungen bei palliativmedizinisch betreuten Patienten gut geeignet
Mit dem so genannten "Clock-Drawing-Test" (CDT) können Hirnleistungsstörungen bei Patienten diagnostiziert werden. Der CDT verlangt dabei von der untersuchten Person, eine Uhr in einem vorgegebenen Kreis zu zeichnen und diese dann auf eine ganz bestimmte Uhrzeit einzustellen. Patienten mit schweren kognitiven Einschränkungen (z. B. Demenz) können diese Aufgabe nicht mehr erfüllen. Schwerkranke Menschen, die palliativmedizinisch betreut werden müssen, sind häufig von Kognitionsstörungen betroffen. Die Möglichkeiten, diese Beeinträchtigungen zu verifizieren oder deren Schwergrad Grad zu bestimmen, waren jedoch bislang eher begrenzt. Eine Studie des Department of Psychological Medicine, Institute of Psychiatry, London, UK, hat nun ergeben, dass der CDT auch als Sreeningmethode für Kognitionsstörungen bei Patienten auf Palliativstationen gut geeignet ist. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurde bei 77 Prozent von 109 Patienten, die in eine große Hospizeinrichtung in London eingewiesen worden waren, der "Uhr-Zeichnen-Test" durchgeführt. Bei 30 Prozent von ihnen konnte so eine Kognitionsstörung festgestellt werden. Der CDT wies insgesamt eine Sensitivität von 92 Prozent und eine Spezifität von 73 Prozent sowie einen negativen prädiktiven Wert von 0.95 auf. Nach Ansicht der Wissenschaftler steht mit dem CDT eine Methode zur Verfügung, mit der Kognitionsstörungen bei Palliativ-Patienten zuverlässig und unkompliziert diagnostiziert und beurteilt werden können.

Abstract aus Palliat Med 2007; Oct;21(7):559-65

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