27.01.2010 - Strahlentherapie effektive palliative Therapieoption bei Hautmetastasen eines Ovarialkarzinoms
Trotz intensiver wissenschaftlicher Bemühungen haben Patientinnen mit einem metastasierenden Ovarialkarzinom heute immer noch eine schlechte Prognose. Der Tumor  weist u. a. eine hohe Tendenz zur Metastasierung durch die Peritonealhöhle auf. Hautmetastasen hingegen sind eher selten, prognostisch aber dafür besonders schlecht. Hier stellt sich schließlich die Frage nach der bestmöglichen palliativen Behandlungsoption. Wissenschaftler des Department of Radiation Oncology, Ege University Faculty of Medicine, Izmir, Türkei, haben hier die Erfahrung gemacht, dass bei Hautmetastasen eines Ovarialkarzinoms eine Strahlentherapie hilfreich sein kann. Sie berichten in einem Zeitschriftenartikel von einer 43-jährigenPatientin mit einem rekurrierenden Ovarialkarzinom, die sich etwa 6 Jahre nach der Primärdiagnose des Tumors  mit ausgedehnten Hautmetastasen vorstellte. Eine Bestrahlung mit einer Elektronendosis von 2,5 Gy pro Tag bis zu einer Gesamtdosis von 37,5 Gy führte zu einem deutlichen Rückgang der Hauttumoren. Auch 7 Monate nach Beendigung der Radiotherapie war die Patientin noch am Leben, ohne dass weitere Rezidive aufgetreten wären. Dieser Fall zeigt, dass eine Strahlentherapie eine effektive palliative Therapieoption bei Hautmetastasen eines Ovarialkarzinoms sein kann, so die Autoren.

Abstract aus Medical Oncology 2010, Online first, DOI 10.1007/s12032-009-9259-z    

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