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Magenkarzinome in den fortgeschrittenen Stadien UICC 3b oder 4 haben meist eine schlechte Prognose und können oft nur noch palliativ behandelt werden. Nach Meinung von Wissenschaftlern der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Jena, ist hierbei die palliative Magenresektion diejenige Methode, die den Betroffenen die größten Überlebensvorteile bietet. Sie sollte den Experten nach anderen Palliativmaßnahmen vorgezogen werden. Anlass zu dieser Meinungsäußerung waren die Ergebnisse einer klinikinternen Untersuchung mit 21 Patienten, bei denen in der Zeit zwischen 2004 und 2007 aufgrund eines fortgeschrittenen Magenkarzinoms eine palliative Magenresektion durchgeführt wurde. In 10 Fällen stand diese Vorgehensweise bereits vor dem Eingriff am Magen fest, bei den übrigen 11 Patienten fiel die endgültige Entscheidung erst intraoperativ. Bei den Operationen handelte es sich um 17 Gastrektomien, 3 proximale und 1 distale Magenresektion. Die Auswertung aller gesammelten Daten ergab, dass die palliativ operierten Patienten eine bessere Gesamtüberlebenszeit als nicht Operierte hatten. Kein einziger Patient verstarb während des Eingriffs und alle 21 Erkrankten konnten nach durchschnittlich 12 Tagen das Krankenhaus verlassen. Die palliative Magenresektion beim fortgeschrittenen Magenkarzinom sichert nicht nur eine Verlängerung der Überlebenszeit, sondern zieht auch eine deutlich verbesserte Lebensqualität der Betroffenen nach sich, so die Autoren.
Abstract aus Zentralbl Chir 2009; 134: 77-82
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