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Palliativmedizinisch betreute Patienten mit leichten bis mittelschweren Depressionen können von einer kognitiven Verhaltenstherapie profitieren. Letztere ist zudem durch Mitarbeiter der Palliativstationen, die diesbezüglich ein Kurzzeittraining absolviert haben, gut und mit Erfolg durchzuführen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Belfast City Hospital, Belfast, Nordirland, auf Basis einer kürzlich veröffentlichten Durchführbarkeitsstudie. Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob die kognitive Verhaltenstherapie eine für Palliativpatienten akzeptable Behandlungsmöglichkeit darstellt und, ob Beschäftigte der Palliativ- medizin diese Technik selber durchführen können. Hierzu erhielten einige Mitarbeiter der palliativmedizinischen Abteilung des Belfast City Hospitals ein Kurzzeittraining zur Durchführung der kognitiven Verhaltenstherapie. 11 Patienten mit Depressionen und Angstsymptomen wurden dann von ihnen mit dieser Methode behandelt und im Anschluss hieran mittels eines semistrukturierten Interviews befragt. Die Auswertung der gesammelten Daten ergab, dass die kognitive Verhaltenstherapie für insgesamt 10 Patienten akzeptabel war. Lediglich ein Patient tolerierte die Intervention aufgrund seiner fortgeschrittenen Erkrankung, seiner Lethargie und überaus schweren Depression nicht. In insgesamt 8 Fällen hatte die Behandlung positive Auswirkungen auf die Angstsymptome und Depressionen der Patienten. Nach Ansicht der Wissenschaftler stellt die kognitive Verhaltenstherapie eine effektive Möglichkeit zur Behandlung leichter bis mittelschwerer Depressionen und Angstzuständen von palliativmedizinisch betreuten Menschen dar.
Abstract aus Palliative Medicine 2008, Online first Doi:10.1177/0269216308095157
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