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Das seit 1999 bestehende Interdisziplinäre Zentrum für Palliativmedizin (IZP) des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), München, setzt sich aus der Interdisziplinäre Palliativmedizinische Einrichtung (IPE) am Klinikum der Universität und der Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit (APPH) des Christophorus Hospiz Vereins e.V., München (CHV), zusammen. Es ist auf eine Initiative der Klinik für Anästhesiologie, der Medizinischen Klinik III und der Neurologischen Klinik sowie des CHV gegründet worden. Im Bereich der klinischen Arbeit werden in erster Linie schwerstkranke Patienten und ihre Familien interdisziplinär betreut. Ziel ist es, die Patienten zu stabilisieren und nach Hause zu entlassen oder in ein stationäres Hospiz zu überweisen. In folgenden Bereichen werden am IZP aber auch Forschungsaktivitäten durchgeführt: Lebensqualität, Lebenssinn, Symptomkontrolle, Versorgungsforschung, Psychosoziale Begleitung, Seelsorge und Spiritualität, Patientenverfügungen, Ethik und Recht in der Palliativmedizin sowie Education. Zudem gibt es eine wissenschaftliche Zusammenarbeit u. a. mit der Columbia University, New York, der Harvard University, Boston und dem King`s College, London. Seit Anfang Mai 2006 besteht an der LMU außerdem ein Stiftungslehrstuhl für Palliativmedizin, den Prof. Dr. Gian Domenico Borasio innehat. Als erste deutsche Universität hat die LMU die Palliativmedizin als Pflicht- und Prüfungsfach eingerichtet. Das IZP ist mit diesen und vielen weiteren Aktivitäten darum bemüht, palliativmedizinisches Wissen zu vermehren und weiterzugeben. Denn: "Palliativmedizin ist Aufgabe aller Ärzte", so Prof. Borasio und Kollegen.
Volltext aus Klinikarzt 2006, Vol. 35, pp.37-42
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